Jubiläum KulturForum Weißenstadt


Foto Vorstand

von li. nach re.: Andrea Kaufmann, Marina Benker, Olga Hirschmann (2. Vorsitz.), Gerald Kastl (Schatzmeister), Fred Leidenberger, Eva Leidenberger (1. Vorsitz.), Volker Splitter (Schriftführer)


Im Oktober 2010 wurde in Weißenstadt ein neuer Verein gegründet. Auf Einladung von Bürgermeister Frank Dreyer, Stadträtin Eva Leidenberger, Wolfgang Kaufmann und Gerald Kastl versammelten sich ca. 30 Personen, die sich einsetzen wollten um das kulturelle Leben in der Stadt Weißenstadt zu fördern.

Schon seit einigen Jahren hatte es Bestrebungen gegeben einen solchen Verein aus der Taufe zu heben. So konnte Eva Leidenberger bereits ein Konzept für die ersten Veranstaltungen vorlegen, wobei der „Fränkische Theatersommer“ bei der Gestaltung des ersten Jahres besonders behilflich war. Ebenso holte man sich Tipps beim Kulturverein „Omnibus“ Gefrees. Die Satzung des künftigen Vereins stellte Gerald Kastl vor. Wolfgang Kaufmann kümmerte sich um die rechtliche Seite und die Mitgliedsbeiträge.

 

Mit 15 Mitgliedern startete dann der Verein ins Leben und zur Wahl des ersten Vorstands am 22.10.2010. Christine Hoffmann, die gerade neu zugezogen war und Erfahrungen aus dem Bereich Kultur mit einbringen konnte, erklärte sich spontan bereit die Stellvertreterin für 1. Vorsitzende Eva Leidenberger zu machen. So nahm alles seinen Anfang.

 

Der Verein sollte etwas „Kleines, Feines“ werden. Die in der Stadt vorhandenen „besonderen Orte“ sollten bespielt und für kulturelle Events genutzt werden, so die Idee der Vorsitzenden. So kam es, dass nicht nur die Schulaula und die Stadtkirche zur Bühne wurden, sondern auch Gaststätten, das Kurzentrum, der PEMA-Conceptstore, die Friedhofskirche oder eine private Scheune. Open-Air gab es mit den höchsten Besucherzahlen im Gartenbereich des Gasthauses Egertal eine „Spanische Nacht“ und auch eine „Italienische Nacht“. Der Kurpark mit seinen Ruinen diente als tolle Kulisse für die italienische Komödie „Heißes Herz und weiche Knie“, sowie für Goethes „Faust“. Beides aufgeführt von den Schauspielern des Fränkischen Theatersommers. Unvergesslich die Stimmungen am beginnenden Abend mit den drohenden Gewitterwolken, dem Glucksen der Eger leise im Hintergrund und den Vogelstimmen aus den Efeuranken.

Nicht zuletzt kann seit Bestehen des Bürgerhauses der Saal im 1. Stock wunderbar genutzt werden. Nicht nur Konzerte und Lesungen, auch Schauspiel und Kunstausstellungen fanden dort schon statt.

 

Selbst im kleinen Antiquariat fanden schon ca. 40 Personen Platz, als Angela Reul dort ihre selbstverfassten Mundartgeschichten vorlas und Werner Hörl die passende Zwischenmusik auf dem Akkordeon spielte.

 

Die Firma Piras stellte mehrmals ihre Werkshalle zur Verfügung, als jeweils ein besonderer Auftakt für das Kunst-und Kulturwochenende gesucht wurde. Ein ganz spezielles Ambiente jedes Mal, liebevoll von den Firmenchefs mit Kerzenbeleuchtung auf den großen Maschinen und Werkzeugen in der Maschinenfabrik geschmückt. Selbst das Sägewerksmuseum GELO öffnete für das KulturForum  anlässlich eines „KuKuWei-Wochenendes“ seine Räume. Die Besucher kamen in Scharen. Keiner kannte vorher diese interessante Ausstellung, da sie sonst nicht öffentlich ist.

 

„Natürlich macht es mehr Arbeit die Veranstaltungen an den geeignetsten Ort zu bringen,“ so die Vorsitzende Eva Leidenberger, „es macht aber auch die reine Freude diese Orte den Zuschauern nahe zu bringen im Zusammenhang mit Musik oder Schauspiel.“

 

„Wir haben erfolgreich gearbeitet, das sehen wir an den steigenden Besucherzahlen. Auch werde ich von immer mehr Künstlern selbst aus dem Ausland angeschrieben, die sich bei uns bewerben. „Pariser Flair“ z.B. trat mit einer Sängerin aus Paris auf, die „Zwei Tenöre“ kamen aus Italien.

 

Wie soll es weiter gehen? Corona-bedingt mussten alle Veranstaltungen in diesem Jahr abgesagt werden. „Wir werden versuchen diese 2021 nachzuholen, so haben wir mit den Künstlern vereinbart. Das Leonard Cohen-Projekt etwa wird schon von vielen sehnlichst erwartet“, so Eva Leidenberger.

 

Und noch etwas liegt den Vereinsvorständen sehr am Herzen:

Wir alle sind mit unserem Verein 10 Jahre älter geworden und suchen dringend junge Nachfolger. Es wären vier Stellen neu zu besetzen. Hilfe und Beratung und eine gemeinsame Übergangszeit werden gerne angeboten. Eine Verjüngung des Teams muss die Zukunft unseres Vereins sichern. Für Vorschläge und Gespräche sind wir dankbar.“

 

Kontakt:
info@kulturforum-weissenstadt.de
Eva Leidenberger (1. Vorsitzende)
Tel. 09253/1221